Der Diversity Day an der Bergischen Universität
Der Deutsche Diversity Day ist ein jährlicher Aktionstag, an dem Vielfalt und Inklusion in Organisationen in den Fokus genommen werden. Initiiert wird der Diversity Day vom Verein "Charta der Vielfalt" und findet immer im Mai statt.
Die Bergische Universität hat die Charta der Vielfalt 2022 unterzeichnet und findet sich in ihrem Selbstverständnis, Unterschiedlichkeiten als Chance zu begreifen und durch diversitätssensible Entscheidungen Vielfalt aktiv zu fördern, in den Zielen der Charta der Vielfalt wieder. Am Diversity Day möchte die Bergische Universität ihre Vielfalt zelebrieren, aber auch über Herausforderungen sprechen und so Visionen für ein gemeinschaftliches Vorankommen erarbeiten.
Programm
Der Diversity Day 2026 steht unter dem Motto „Queering the University — Die Uni als Ort demokratischer Vielfalt“.
In Zeiten der autoritären Angriffe auf die demokratische Gesellschaft nehmen auch die Attacken auf queere Menschen und ihre Lebensformen zu, etwa durch gewaltbereite rechtsextreme Gruppen, die gegen CSDs mobilisieren. Während queere Prides oftmals als Minderheitenpolitik angesehen werden, wird dort, so die Ausgangsthese, die Demokratie für alle verteidigt. Der Vortrag führt ein in die weitverzweigten feministischen Emanzipationsgeschichten der Lesben- und Schwulenbewegung, der Kämpfe von trans Menschen hin zu gegenwärtigen queeren Politiken und fragt, wie diese zur Demokratisierung, Liberalisierung und Egalisierung der Gesellschaft beigetragen haben. Statt eines verengten Verständnisses von Identitätspolitik lassen sich queere Bewegungen, so die philosophische Leitthese, im Zeichen eines Universalismus von unten betrachten, der auf Vielfalt und Verbundenheit fußt.
Mit anschließender Diskussion.
Wann: 10:00–11:30 Uhr
Wo: Senatssaal (K.11.07)
Anmeldung: um Anmeldung wird gebeten
Die Bergische Universität Wuppertal ist ein Ort des Wissens, der Vielfalt und des kritischen Denkens. Jetzt ist die Zeit, diese Werte auch lebendig werden zu lassen – indem wir ein statusübergreifendes Netzwerk aller queeren Mitarbeiter*innen der Uni Wuppertal gründen.
Was bringt uns ein weiteres Netzwerk?
- Gegenseitige Stärkung: In einem offenen Forum können wir Erfahrungen, Ressourcen und Unterstützung teilen. Jede einzelne Person profitiert vom kollektiven Wissen und der emotionalen Rückendeckung, die ein starkes Netzwerk bietet.
- Empowerment: Durch gemeinsame Aktionen wie zB Workshops oder gemeinsame Events fördern wir das Selbstbewusstsein und die Sichtbarkeit aller queeren Mitarbeiter*innen an der BUW. So entsteht ein Umfeld, in dem jede Person die Möglichkeit hat, sich frei zu entfalten und aktiv zu wirken.
- Demokratiebildung: Ein selbstverwaltetes Netzwerk lebt von Partizipation und Transparenz und stärkt damit demokratische Kompetenzen – nicht nur innerhalb des Netzwerks, sondern auch für das gesamte Hochschulleben.
- Stadtweite Vernetzung: Wuppertal verfügt über eine lebendige queere Szene. Durch gezielte Kooperationen mit lokalen Gruppen und Vereinen, Bildungs- und Beratungsangeboten knüpfen wir Brücken, teilen Best‑Practice‑Beispiele und erweitern unser Wir‑Gefühl über die Campusgrenzen hinaus.
Wie wir starten können:
1. Bedarfsanalyse und Gründungsworkshop zum Ideen‑Sammeln, Rollen‑Klären und mit Platz für Grundsatz‑Diskussionen für alle Interessierten.
2. Strukturbildung im Austauschformat zur Terminfindung, ggf. mit Gründung von Arbeitsgruppen zu gewünschten Themenbereichen für Freiwillige aus allen Bereichen der Universität.
3. Kooperationsaufbau, um Kontakte zu queeren Organisationen in Wuppertal herzustellen (z. B. SCHLAU Wuppertal e.V., Inside:Out e.V., Queeres Wohnzimmer beim SKJ e.V., Netzwerk der Verwaltung der Stadt Wuppertal, Orgagruppe CSD Wuppertal u.v.a.) für Netzwerk‑Teams und Stadtakteure*innen
4. Events planen im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit, Podiumsdiskussionen, kreativen Aktionen (Kunst, Musik) für Interessierte aus der gesamten BUW‑Community
Dein Beitrag zählt!
Bring deine Ideen ein: Was ist dir wichtig? Welche Themen sollen im Fokus stehen?
Schenke dem Netzwerk deine Zeit: Engagiere dich in einer Arbeitsgruppe oder unterstütze die Organisation von Events.
Frei nach Aristoteles: Ein Netzwerk ist mehr als die Summe seiner Teile; es ist ein lebendiges Geflecht, das uns gemeinsam stärker, mutiger und freier macht.
Lass uns gemeinsam das queere Netzwerk an der BUW aufbauen – für ein inklusives, demokratisches und vernetztes Hochschulleben!
Wann: 11:30–12:15 Uhr
Wo: Senatssaal (K.11.07)
Anmeldung: um Anmeldung wird gebeten
Queering the University verstehen wir als Beitrag zur Stärkung demokratischer Strukturen: Es geht darum, Ausschlüsse sichtbar zu machen, Teilhabe zu erweitern und Vielfalt als Grundlage guter Entscheidungen und gerechter Wissensproduktion zu sichern.
Wo Vielfalt eingeschränkt ist, ist auch Demokratie eingeschränkt.
Wie vielfältig, offen und demokratisch ist unsere Universität? Wer erlebt Zugehörigkeit – und wer Ausschlüsse? Gemeinsam diskutieren wir, wie Vielfalt, Teilhabe und Antidiskriminierung als Teil demokratischer Universitätsentwicklung gestärkt werden und erarbeiten konkrete Perspektiven für eine diskriminierungssensible und demokratische Universität.
Wann: 12:15–14:15 Uhr
Wo: Beginn im Senatssaal (K.11.07), danach erfolgt möglicherweise eine Aufteilung der Gruppen auf die Umgebung
Anmeldung: um Anmeldung wird gebeten
Es werden Arbeiten von Design-Studierenden der BUW zu den Themen Respekt, Diskriminierung, Zusammenhalt und Universitätskultur ausgestellt. Die entwickelten Kommunikationskampagnen setzen Impulse für einen wertschätzenden Unialltag und laden zum Nachdenken, Austauschen und Hinschauen ein. Die Ausstellung der Studierenden von Prof. Dr. Johannes Busmann ist vom 24.06. bis 22.07.2026 im Foyer von Gebäude K zu sehen.
Wann: 14:30–15:00 Uhr
Wo: Foyer Gebäude K
Anmeldung: keine Anmeldung notwendig