Antidiskriminierung

Diversity Day an der Bergischen Universität

Der Deutsche Diversity Day ist ein jährlicher Aktionstag, an dem Vielfalt und Inklusion in Organisationen in den Fokus genommen werden. Initiiert wird der Diversity Day vom Verein "Charta der Vielfalt" und findet immer im Mai statt.

Die Bergische Universität hat die Charta der Vielfalt 2022 unterzeichnet und findet sich in ihrem Selbstverständnis, Unterschiedlichkeiten als Chance zu begreifen und durch diversitätssensible Entscheidungen Vielfalt aktiv zu fördern, in den Zielen der Charta der Vielfalt wieder. Am Diversity Day möchte die Bergische Universität ihre Vielfalt zelebrieren, aber auch über Herausforderungen sprechen und so Visionen für ein gemeinschaftliches Vorankommen erarbeiten.

Diversity Day am 11. Juni 2024

Der diesjähige Diversity Day wird am 28. Mai zum 12. Mal begangen. An der Bergischen Universität findet der Diversity Day am 11.06.2024 zwischen 12:00 und 16:00 Uhr statt. Um Anmeldung per Mail oder über das untenstehende Formular wird gebeten.

Programm

12:00–13:30 Uhr - Brown Bag Lunch „Networking Diversity“, Miriam Schwarzenthal & David Gerlach

An unterschiedlichen Stellen arbeiten Angehörige der BUW am Thema Diversität in Lehre und Forschung in unterschiedlichen Disziplinen und mit verschiedenen Schwerpunkten (z.B. in Bezug auf Stereotype, Diskriminierung, kulturelle Vielfalt, Mehrsprachigkeit, Rassismuskritik, gendersensiblen Unterricht, o.ä.). Wir (Miriam Schwarzenthal und David Gerlach) möchten gerne diese Initiativen in einem informellen Rahmen bündeln. Im Anschluss an ein erstes digitales Netzwerktreffen im Mai 2023 möchten wir nun ein persönliches Kennenlernen und Netzwerken organisieren.
Das erste Ziel des Treffens ist ein Austausch über Forschungsschwerpunkte und -herangehensweisen und das Erstellen einer „Diversitätsforschungslandkarte“ der BUW mit dem Ziel, interdisziplinäre Kooperationen für die Zukunft zu etablieren und/oder zu stärken.
Das zweite Ziel ist die kollaborative, partizipative Planung eines nachhaltigen Vernetzungsformates an der BUW zur Intensivierung des wissenschaftlichen Austauschs in Form eines „Diversity Lunches“.

13:30–14:15 Uhr - Impulsvortrag: "Diversitätssensibilität und Rassismuskritik in der Lehre und im Hochschulkontext", Zeynep Demir

Diversitäts-, Antidiskriminierungs- oder Rassismuskritikbeauftragte: die deutschen Universitäten entwickeln in ihrer Strategieplanung zunehmend den Bereich der Vielfalt. Diversity wird im Kontext der Hochschulbildung immer wichtiger, auch weil das Hochschulumfeld internationaler und globaler wird.

Die Förderung der Vielfalt in der Hochschulbildung bedeutet, die Vielfalt zu würdigen. Es bedeutet zum Beispiel, dafür zu sorgen, dass alle Studierenden im Rahmen ihres Studiums einen Beitrag zur Universität leisten können und ein Gefühl der Zugehörigkeit haben. Deshalb ist es wichtig, Diversität in erster Linie als Chance und Ressource zu sehen. Damit die Hochschulen das Potenzial der Vielfalt besser ausschöpfen können, müssen diese Strategien zur Förderung der Chancengleichheit entwickeln - auch in der Hochschullehre und im akademischen Umfeld. Eine Strategie ist die Anerkennung und Förderung von Vielfalt, verbunden mit einer selbstkritischen Reflexion und dem Abbau von Diskriminierungs- sowie Ausschlussmechanismen, die der Vielfalt und der gleichberechtigten Teilhabe im Wege stehen. Diversität und Antidiskriminierung werden somit als zwei Seiten derselben Medaille bzw. derselben Policy verstanden.

14:15–15:45 Uhr - Ideenwerkstatt „Lehre diversitätsreflexiv und rassismuskritisch gestalten", Gizem Evin Bülbül & René Breiwe

In Diskursen um zeitgemäße Hochschullehre wird u.a. diskutiert, von welcher Bedeutung die Diversität der Studierenden ist. So wird beispielsweise auf die zunehmende Anzahl ‚nicht-traditioneller Studierender‘ sowie auf veränderte Familien- und Arbeitsverhältnisse der Studierenden verwiesen. Vor diesem Hintergrund soll in der Werkstatt der Frage nachgegangen werden, wie Lehre diversitätsreflexiv (und rassismuskritisch) gestaltet werden kann. Die Ideenwerkstatt nimmt Anschluss an die im Rahmen der „Leitbild Lehre. Gemeinsam Lehre denken“-Initiative bestehende Werkstatt zum Thema „Zeitgemäße Hochschullehre im Kontext von Diversität, Diskriminierungskritik und Digitalität“ und fokussiert hier insbesondere die rassismuskritische Perspektive. Auf Basis macht- und differenzkritischer Reflexionen, in denen z.B. unter Verweis auf Critical Whiteness Studies auch Involviertheiten und Widersprüche als konstitutive Momente von Macht und Herrschaft im universitären Kontext einbezogen werden (können), sollen gemeinsam konkrete Empfehlungen (Ideensammlung) für eine macht- bzw. rassismuskritische(re) Lehre entwickelt werden. Eine (selbst-)kritische Perspektive auf die (machtwirksame) Rolle von Lehrenden ist dabei unabdingbar.

Programm als PDF

Anmeldung Diversity Day 2024

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